Mühlhausen

Lkr. Erlangen-Höchstadt, Reg.-Bez. Mittelfranken

Standortbeschreibung

Mühlhausen ist eine der ältesten Siedlungen im Tal der Reichen Ebrach. Es wird vermutet, dass sein Gotteshaus „Maria und Kilian“ zu den vierzehn Slavenkirchen gehört, die von den Würzburger Bischöfen um das Jahr 800 im Auftrag Karls des Großen errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1008 unter dem Namen „Mulinhusun“. Mühlhausen, am Rande des Naturparks Steigerwald gelegen, feierte mit zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2008 sein 1.000-jähriges Jubiläum.
Unter dem Schutz der Freiherren von und zu Egloffstein bestand jahrhundertelang
eine jüdische Gemeinde. Noch heute wird dies durch den noch bestehenden israelitischen Friedhof dokumentiert. 1856 wurde die Bedeutung von Mühlhausen durch die Verleihung des Marktrechts hervorgehoben. In den 60er Jahren setzte eine rege Siedlungstätigkeit ein, die Mühlhausen ein deutliches Wachstum bescherte. Bei der Landschulreform im Jahre 1969 wurden die vorhandenen Schulen in Mühlhausen und Umgebung zu einer Verbandsschule zusammengeschlossen. In die Gemeinde wurden im Zuge der Gebietsreform die Ortschaften Schirnsdorf und Lempenmühle eingegliedert. Mühlhausen ist als Kleinzentrum in Mittelfranken eingestuft und besitzt sämtliche Grundversorgungen, die eine Gemeinde braucht. Im Ortszentrum sowie im Gewerbegebiet findet man z. B. einen Arzt, eine Apotheke, einen Zahnarzt, Handwerksbetriebe, Metzger, Bäcker sowie mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Mühlhausen hat die Energiewende im Kleinen bereits vollzogen. Ein Bürgerwindpark, mehrere kleine private Laufwasserkraftanlagen, private Solaranlagen auf den Dächern und eine Biogasanlage versorgen die Gemeinde mit Strom. Die Abwärme, die bei der Verstromung des Biogases anfällt, wird in ein genossenschaftliches Nahwärmenetz eingespeist. Zusätzlich wird im Winter mit einem Holzhackschnitzelheizwerk zugeheizt. Damit haben die 1.700 Einwohner bereits einen großen Schritt in Richtung einer regenerativen und regional verankerten Energieversorgung getan. Südlich von Mühlhausen führt die Bundesautobahn A3 Frankfurt-Nürnberg vorbei. Dadurch bestehen mit dem Auto sehr günstige Verkehrsverbindungen nach Erlangen, Nürnberg, Herzogenaurach und Bamberg.
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Hebesätze

Gewerbesteuerhebesatz 2024 380
Hebesatz der Grundsteuer B 2024 600 

Firmenstandorte

Industrie47
Einzehandel28
Großhandel18
Gastgewerbe11
Verkehr und Logistik5
Dienstleistung Personen42
Dienstleistung Unternehmen25

Bevölkerung

Bevölkerung 2024 1.845  
Bevölkerung 2023 1.858  
Veränderung in %   -0,7 %  

Sozialvers. Beschäftigte

Beschäftigung 2024 2023 Veränderung in %
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insgesamt - 324 -
Pendlersaldo (Einpendler - Auspendler) - -576 -

Verkehrsinfrastruktur

Autobahn A3 AS Höchstadt Nord 2 km
Bundesstraße B470 5 km
Bundesstraße B505 5 km
Flughafen In Nürnberg 40 km
DB-Bahnhof In Bamberg 22 km

Kommunale Infrastruktur

Realschule In Herzogenaurach 22 km
Berufsschule In Höchstadt/Aisch 6 km
Hochschule In Erlangen 30 km
Krankenhaus In Höchstadt a.d.Aisch 6 km
Gymnasium In Höchstadt/Aisch 6 km
Hochschule In Nürnberg 40 km

Aktuelle Bauleitplanverfahren

Sondergebiet Logistik an der A3 15. FNP-Änderung mit integriertem Landschaftsplan
Art des Planes Flächennutzungsplan
Ausweisung nach BauNVO Sondergebiet (SO) Erläuterungen
Fristende 11.09.2026
Planinhalt Der Markt Mühlhausen beabsichtigt, auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche beim Ortsteil Schirnsdorf eine Sonderbaufläche für Logistiknutzung zu entwickeln. Ziel ist es, die planungsrechtliche Grundlage für die Ansiedlung eines logistikgebundenen Betriebs mit zwingendem Autobahnanschluss zu schaffen und damit langfristig Arbeitsplätze sowie regionale Wertschöpfung zu sichern. Da die bislang gültigen Darstellungen des Flächennutzungsplanes diese Nutzung nicht vorsehen, ist die 15. FNP-Änderung erforderlich. Nur ein kleiner Teil der Fläche im Nordwesten ist bislang als Gewerbegebiet (GE) dargestellt. Die 15. FNP-Änderung stellt daher die vorbereitende bauleitplanerische Grundlage für die parallele Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 25 „Sondergebiet Logistik an der A3“ dar. Das Planverfahren liegt als erneutes Beteiligungsverfahren vor. Anlass ist eine geplante, aber noch nicht umgesetzte Erweiterung des Trinkwasserschutzgebietes, die vorsorglich im Verfahren zur 15. Änderung des Flächennutzungsplans berücksichtigt werden soll.
Anhänge Planzeichnung/Plandokument Umweltbericht Anschreiben/Bekanntmachung Begründung