Fachkräftesituation in Bayern

Die Menschen in Deutschland werden weniger und älter. Dieser demografische Wandel macht sich auch in den Unternehmen bemerkbar, denn die Zahl der Fachkräfte sinkt und das Durchschnittsalter in den Belegschaften steigt. Die Menschen im Freistaat werden im Durchschnitt immer älter.

Schon heute müssen sich die bayerischen Unternehmen auf die bereits begonnene spürbare Alterung der Belegschaft einstellen. Hinzu kommt, dass aufgrund des technischen Fortschritts der Bedarf an Fachkräften weiter ansteigt. Dies gilt insbesondere für Bayern, weil hier der Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft rascher erfolgt als im Bundesdurchschnitt. Für das Jahr 2030 prognostiziert der IHK-Fachkräftemonitor Bayern einen Mangel von ca. 542.000 Fachkräften. Durch die demografische Entwicklung wird das Durchschnittsalter der Belegschaften deutlich zulegen: von derzeit 43,7 Jahren auf 48,6 Jahre im Jahr 2030.

Wie sieht der Arbeitsmarkt in Bayern aus? Wichtigste Ergebnisse des Fachkräftereports 2018

  • 2018 fehlen der bayerischen Wirtschaft über alle Branchen hinweg rund 260.000 Fachkräfte.
  • Bis zum Jahr 2030 steigt der Engpass auf 542.000 Arbeitskräfte an.
  • 4,8 % der Fachkräftenachfrage der bayerischen Unternehmen kann schon heute nicht gedeckt werden. Bis 2030 steigt diese Zahl auf 11,5 % an.
  • In absoluten Zahlen tritt der Fachkräftemangel am stärksten bei den Anforderungsniveaus „Fachkraft“ (v. a. berufliche Ausbildung) und „Spezialist“ (z.B. Meister, Fachkräfte mit Weiterbildung oder Bachelor) auf.
  • In diesem Segment steigt der Mangel von 198.000 (2018) auf 426.000 Fachkräfte (2030).
  • Beim Anforderungsniveau „Experte“ (v.a. Akademiker) steigt der Fachkräftemangel von 63.000 (2018) auf 116.000 (2030).
  • Besonders stark betroffen sind schon heute die Branchen „beratende und wirtschaftsnahe Dienstleistungen“ sowie „personenbezogene Dienstleistungen“.
  • Bis 2030 wird auch das Gesundheits- und Sozialwesen zu den am stärksten betroffenen Branchen gehören.
  • Für Bayern bedeutet dies im Zeitraum 2018 bis 2030 Wertschöpfungsverluste von insgesamt 325 Mrd. €.