Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin ein gesamtwirtschaftliches Geschäftsrisiko

Für bayerische Unternehmen bleibt der Fachkräftemangel die größte Wachstumsbremse. 66 % der bayerischen Unternehmen sehen im Herbst 2018 im Fachkräftemangel eine Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Das ist ein mehr als doppelt so hoher Anteil als zu Beginn der Aufzeichnungen 2010 (31 %). Fehlende Fachkräfte sind damit den dritten Herbst infolge das am häufigsten genannte Geschäftsrisiko. Dies ist das Ergebnis einer Sonderauswertung der bayernweiten IHK-Konjunkturbefragung im Herbst 2018, an der über 3.600 Unternehmen teilgenommen haben.

Wie viele Unternehmen ihre Entwicklung von fehlenden Fachkräften gefährdet sehen, ist stark branchenabhängig. Spitzenreiter ist im Herbst 2018 mit 84 % erneut das Bauwesen, auch wenn sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr etwas entspannt hat. In allen anderen Branchen ist das Risiko kontinuierlich gestiegen. Knapp hinter dem Baugewerbe folgt die Tourismusbranche mit 79 % - ein Anstieg um 5 %. In der Industrie ist der Fachkräftemangel als wirtschaftliches Risiko im Vergleich zum Vorjahr sogar um neun Prozentpunkte auf 67 % gestiegen. Auch im Handel und Dienstleistungssektor schätzt mehr als jedes zweite Unternehmen den Fachkräftemangel als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ein.