Bayern bleibt Meister im Erfinden

Der dritte IHK-Report „Patente in Bayern 2016/2017“ der bayerischen Industrie- und Handelskammern zeigt: Bayern ist Erfinderland! Der Anteil Bayerns an deutschen veröffentlichten Patenten des Europäischen Patentamts sowie des Deutschen Patent- und Markenamts liegt im Jahr 2015 bei rund 29 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2012 erhöhte sich somit der Anteil um 3 Prozentpunkte.

Diese technologische Innovationsleistung in Bayern korreliert mit den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE). Mit Aufwendungen für FuE von 3,26 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zählt Bayern nach wie vor zu den Spitzenreitern

in Deutschland. Im Jahr 2013 wurden vom gesamtdeutschen Bruttoinlandsprodukt rund 2,84 Prozent (≈ 80,4 Mrd. Euro) für FuE aufgewendet. Rund 55 Mrd. Euro kamen dabei aus dem Wirtschaftssektor und hiervon wiederum 22 Prozent aus Bayern.

Gewerbliche Schutzrechte schaffen zum einen die Basis, um Investitionen in neue Produkte, neue Verfahren oder Markeneinführungen zu amortisieren. Zum anderen geben veröffentlichte Schutzrechte, wie z. B. Patente, einen umfassenden Einblick in den technischen Stand. Deswegen ist es gut, sich im Vorfeld und begleitend zu neuen Entwicklungen intensiv mit dem Stand der Technik beim weltweiten Wettbewerb auseinanderzusetzen. Zudem bieten Patente einen effektiven Schutz des eigenen Technologie-Know-hows und das Recht, diese exklusiv zu nutzen. Letzteres ist das Fundament unserer bisherigen Innovationskultur.

Unternehmen und Regionen können durch die konsequente Nutzung der Patentliteratur ihr Technologieprofil gegenüber dem Wettbewerb überprüfen und vergleichen. Der IHK-Report „Patente in Bayern 2016/2017“ schlüsselt die Schwerpunkttechnologien nicht nur für Bayern, sondern auch für die einzelnen IHK-Bezirke auf. Er gibt damit Entscheidern in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung wertvolle Informationen an die Hand. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und gewinnbringende Erkenntnisse.