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Anwerbung ausländischer Fachkräfte

Abschlüsse und Kompetenzen anerkennen
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, können und sollten Unternehmen auch verstärkt am Arbeitsmarkt im EU-Binnenmarkt für sich werben, oder ganz bewusst im außereuropäischen Raum Stellen ausschreiben. Bestehende Werke oder Niederlassungen in anderen Ländern können dieses Sprungbrett dafür sein, ausländische Mitarbeiter für deutsche Standorte zu gewinnen.

Internationalisierung der Belegschaft fördern
Internationale Austauschprogramme für Auszubildende und Praktikumsangebote für ausländische Studenten bieten für Betriebe mehrere Vorteile. Potenzielle Fachkräfte lernen das Unternehmen kennen und können zukünftig leichter als Mitarbeiter gewonnen werden. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gefördert und alle Mitarbeiter bauen Kompetenzen in diesem Bereich auf. Idealerweise unterstützt das Unternehmen dieses Lernen mit einem interkulturellen Training und gewinnt so nachhaltig Potenzial, um auf internationalen und globalen Märkten noch erfolgreicher zu agieren.

Handlungsansätze für Unternehmen

  • Informieren Sie sich über Ausbildungs- und Qualifizierungsabschlüsse von Bewerbern aus dem Ausland und nehmen Sie dieses Fachkräftepotenzial bewusst in Ihre Zielgruppen bei der Suche nach Fachkräften auf.
  • Prüfen Sie, ob eine aktive Suche von Bewerbern im Ausland für Ihr Unternehmen sinnvoll ist (wie sieht konkret das Anforderungsprofil der zu besetzenden Stellen aus? Wie wichtig sind hierbei gute Deutschkenntnisse? ...)
  • Erkundigen Sie sich über die rechtlichen Voraussetzungen einer Anwerbung und Anstellung von Fachkräften aus nicht EU-Ländern. Drittstaatsangehörige, also Personen, die keine Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der EFTA-Staaten Island, Lichtenstein, Norwegen, Schweiz sind, benötigen grundsätzlich einen Aufenthaltstitel, damit sie sich in Deutschland aufhalten und ggf. einer Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen. Näheres regeln vor allem das Aufenthaltsgesetz und die Beschäftigungsverordnung.
  • Wählen Sie gezielt einzelne Länder für Ihre Anwerbung aus. Prüfen Sie hierfür die Arbeitsmarktsituation, landestypische Traditionen und die Arbeitskultur. Nehmen Sie hierzu Kontakt mit den Auslandshandelskammern (AHKs) der jeweiligen Länder auf.
  • Präsentieren Sie sich auf Firmenkontaktmessen im Ausland. Auch hier können Ihnen die AHKs weiterhelfen.
  • Laden Sie ausländische Bewerber zu Unternehmensbesichtigungen oder Workshops ein und prüfen Sie so die Eignung.