Fachkräftesituation in Bayern

Bayern besonders stark betroffen

Die Menschen in Deutschland werden weniger und älter. Dieser demografische Wandel macht sich auch in den Unternehmen bemerkbar, denn die Zahl der Fachkräfte sinkt und das Durchschnittsalter in den Belegschaften steigt. Die Menschen im Freistaat werden im Durchschnitt immer älter.

Schon heute müssen sich die bayerischen Unternehmen auf die bereits begonnene spürbare Alterung der Belegschaft einstellen. Hinzu kommt, dass aufgrund des technischen Fortschritts der Bedarf an Fachkräften weiter ansteigt. Dies gilt insbesondere für Bayern, weil hier der Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft rascher erfolgt als im Bundesdurchschnitt. Für das Jahr 2030 prognostiziert der IHK-Fachkräftemonitor Bayern einen Mangel von ca. 430.000 Fachkräften.
 

Trend zum Studium lässt Unternehmen nur langsam aufatmen

Der bayerischen Wirtschaft werden bis 2016 vor allem Elektroingenieure sowie Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure fehlen, aber auch bei Wirtschaftswissenschaftlern herrscht ein Mangel. Die steigende Akademisierung führt in den folgenden Jahren bis 2030 zu einer leichten Entspannung und der Akademikermangel geht zurück.

 

Qualifikationszyklen führen zu immer neuen Lücken

Aber nicht nur Akademiker fehlen. Gerade auch Meister und Fachwirte und beruflich Qualifizierte mit technischen Abschlüssen werden in der bayerischen Wirtschaft händeringend gesucht. Der Ausbildungsmarkt reagiert auf die hohe Zahl fehlender Meister, Fachwirte und beruflich Qualifizierte mit technischer Ausrichtung. Da in den nächsten drei bis vier Jahren hier die größte nicht gedeckte Nachfrage von Unternehmensseite besteht, ergreifen mehr junge Menschen diese Berufe. Mit der stärkeren Hinwendung zu technischen Berufen entsteht eine erhebliche Lücke an Fachkräften bei den kaufmännischen Berufen.

 

Unternehmen müssen branchenspezifische Entwicklung kennen

Nicht alle Wirtschaftsbranchen sind vom Fachkräfteengpass im gleichen Umfang betroffen. Es gibt vielmehr erhebliche Unterschiede bei der Ausprägung und Entwicklung des Fachkräfteengpasses.
Beispiel: Im Bereich der Dienstleistungen wird eine Zunahme der Angebote erwartet und so steigt auch die Fachkräftenachfrage kontinuierlich an und kann nicht gedeckt werden. Diese Entwicklung betrifft die beratenden und wirtschaftsnahen sowie sonstigen Dienstleistungen und führt dazu, dass der Fachkräftemangel durchgehend spürbar sein wird.

 

Nähere Informationen finden Sie im IHK-Fachkräftemonitor Bayern!